Aktuelles

Coronakrise

Muster für Corona-dokumentation als kostenloser download

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks stellt eine umfassende Corona-Dokumentation als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Anfertigung einer solchen Dokumentation sei freiwillig, werde aber bei späteren Betriebsprüfungen hilfreich sein. Denn seit Beginn der Corona-Pandemie seien die Betriebe mit zum Teil regional unterschiedlichen Auflagen konfrontiert, „die sich gravierend auf betriebliche Abläufe“ wie auch auf die Erzielung von Einnahmen auswirkten. Solche Auffälligkeiten würden bei Betriebsprüfungen „zwangsläufig“ zu Nachfragen führen. Aufgrund der ständigen Veränderungen sei jedoch fraglich, ob eine Aufklärung noch nach Jahren gelingt.

 

Die Dokumentation schafft daher einen Überblick zu:

  • behördlich angeordneten Kundenbeschränkungen und Schließungen,
  • Auslastung von Geschäftsräumen, 
  • Personallage, zum Beispiel Quarantänezeiten und Kurzarbeit, 
  • Umsatz- und Gewinnfaktoren, zum Beispiel Lieferengpässen und Stornierungen, 
  • außergewöhnlichen Mittelzuflüssen, zum Beispiel Corona-Hilfen und neue Privateinlagen. 

Hier geht's zur Muster-Dokumentation.


checkliste und interaktiver e-Guide zur Umsatzsteuersenkung

Die befristete Mehrwertsteuersenkung ist seit 1.7.2020 in Kraft. Und damit tauchen regelmäßig immer mehr Fragen auf, die vor allem Unternehmer in kleinen Betrieben oder Selbständige vor Probleme stellen. Der DIHK hat eine mehrseitige Checkliste bereitgestellt, die Unternehmern hierzu wichtige Informationen liefert, etwa zum grundlegenden Vorgehen, zum für den Ausweis der Steuer entscheidenden Leistungszeitpunkt oder zur Anpassung notwendiger Verträge. Es wird auch darauf eingegangen, wie man bei falsch ausgestellten Rechnungen vorgehen sollte und in welchen Fällen man von Vereinfachungen Gebrauch machen kann. Die Checkliste finden Sie hier: https://www.ihk-koeln.de/upload/2020_07_03_DIHK_Checkliste_Umsatzsteuer_1__84010.pdf

Darüber hinaus ist ein interaktiver E-Guide veröffentlicht worden. Hilfreich ist die Anwendung vor allem dann, wenn Unternehmer komplexere Rechnungsanforderungen haben, etwa Anzahlungen oder Dauerrechnungen richtig ausstellen müssen. Die Antworten basieren auf dem BMF-Schreiben der Regierung. Zum E-Guide gelangen Sie unter https://vatguide.psp.eu/


Die neue corona Überbrückungshilfe

Am 12.6.2020 hat die Bundesregierung ein Folgeprogramm für die „Corona-Soforthilfe“ beschlossen: Die „Corona-Überbrückungshilfe“. Diese soll Unternehmen, die weiterhin stark von Schließung oder Umsatzeinbußen betroffen sind, bei den Fixkosten für die Monate Juni bis August 2020 durch nicht rückzahlbare Zuschüsse unterstützen. Die Rahmendaten finden sich kurz zusammengefasst unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/ueberbrueckungshilfe-1759738

Wichtig: Es handelt sich um ein digitales, zweistufiges Antragsverfahren durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Zuständig für die Durchführung sind die Länder. Sprechen Sie also bitte mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, da dieser die Angaben bestätigen muss.


Einheitlicher Arbeitsschutz zur Vorbeugung

Nachdem die ersten Lockerungen umgesetzt sind, haben das Bundesarbeitsministerium und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung einheitliche Arbeitsschutzmaßnahmen vorgestellt, die jeder Betrieb beachten muss, wenn er wieder öffnen möchte.

Dazu gehört neben einem Mindestabstand von 1,5 Metern auch während der Arbeit, dass Abläufe so organisiert werden müssen, dass die Mitarbeiter möglichst keinen oder nur geringen Kontakt zueinander haben. Wo das nicht möglich ist, müssen Schutzmasken eingesetzt werden. Außerdem werden höhere Anforderungen an die Hygiene gestellt. Alle vorgegebenen Maßnahmen finden Sie unter https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Schwerpunkte/sars-cov-2-arbeitsschutzstandard.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Unternehmer sollten vor einer Wiedereröffnung ihrer Betriebe alle Schutzmaßnahmen umgesetzt haben, um Probleme wie Bußgelder zu vermeiden.


Neuer Ratgeber des INQA

Die "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA) will mit einer neuen Webseite Unternehmen und deren Mitarbeiter mehr Orientierung in der Krise geben und hat dazu einen neuen Ratgeber entwickelt: "Covid-19: Beschäftigte schützen, Arbeit gut gestalten". Der Ratgeber enthält praxisnahes Wissen z.B. zu "Gute Führung im Home-Office", "Finanzielle Hilfsprogramme", Psychische Gesundheit", Selbständige und Kleinstunternehmer". Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber unter https://inqa.de/DE/wissen/schwerpunkt-covid/uebersicht.html

Fördermittel

Merkblatt Fördermittel

Das Merkblatt Fördermittel wird ständig aktualisiert und finden Sie unter den Checklisten.


Förderprogramm digital jetzt

Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren. Die Details finden Sie hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html


Klimaschutzoffensive für kmu

Unternehmer, die in Klimaschutz investieren, erhalten zeitlich befristet einen Zuschuss der KfW Bank in Höhe von aktuell 6 % des Investitionsvolumens. Der Zuschuss wird zusätzlich zum Förderkredit im Rahmen der Klimaschutz-Offensive für den Mittelstand gezahlt. Die Zinsen für den Kredit beginnen bei 1,03, die Laufzeit beträgt fünf Jahr. Näheres dazu lesen Sie unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Klimaschutzoffensive-f%C3%BCr-den-Mittelstand-(293)/

Digitalisierung

e-rechnungen: neue Zugferd-version

ZUGFeRD ist ein branchenübergreifendes Datenformat für den elektronischen Rechnungsdatenaustausch, das vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) erarbeitet wurde.

Seit Juli steht Unternehmern die neue ZUGFeRD-Spezifikation 2.1.1 kostenfrei zur Verfügung. Sie erfüllt die spezifischen Anforderungen der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, da nicht nur die Vorgaben der europäischen Norm EN16931 abgedeckt werden, sondern auch die nationalen Geschäftsregeln und verwaltungsspezifischen Bestimmungen des Standards XRechnung. 

 

Die neue Version kann unter https://www.ferd-net.de/standards/zugferd-2.1.1/zugferd-2.1.1.html?acceptCookie=1 heruntergeladen werden.


E-Rechnungen: unterschiedliche Regelungen in den bundesländern

Seit Mitte April 2020 müssen Bund, Länder, Kommunen und die meisten öffentlichen Betriebe E-Rechnungen akzeptieren. Für den Bund wird die rein elektronische Rechnung sogar Pflicht und voraussichtlich ebenso alle anderen Rechnungsformate. PDFs werden auch zurückgewiesen. Allerdings gibt es  bei den Behörden keinen einheitlichen Standard. Unternehmen, die mit öffentlichen Trägern zusammenarbeiten, müssen sich darüber informieren, wie die Rechnungen zu stellen sind. Der Verband elektronische Rechnung (https://www.verband-e-rechnung.org/) hält Unternehmen über den aktuellen Stand auf dem Laufenden.