Aktuelles

Coronakrise

Überbrückungshilfe III bis Juni 2021 verlängert

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können umfassende Zuschüsse als Überbrückungshilfe II erhalten. Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020 und kann noch bis 31. Januar 2021 beantragt werden. Sie wird als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und deutlich erweitert. Nunmehr sind alle Unternehmen bis maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt. Die Überbrückungshilfe III  soll ab dem 1. Januar 2021 gelten. Sie soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen. Die Überbrückungshilfe III enthält aber auch ein "November- und Dezember-Fenster" für Unternehmen, die nicht von der Novemberhilfe oder der Dezemberhilfe erfasst wurden.

 

Auch Soloselbstständige und Freiberufler können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen. Die neue Überbrückungshilfe III umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstler*innen und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden. Auch Soloselbstständige und Freiberufler können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen. Die neue Überbrückungshilfe III umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstler*innen und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/info-unternehmen-selbstaendige-1735010


Coronahilfen: Maßnahmenpaket für KMU und Start-ups verlängert

Das Zwei-Milliarden-Euro-Maßnahmenpaket der KfW für Start-ups und KMU zur Abmilderung der Corona-Krise wird bis Ende Juni 2021 verlängert. Bisher konnten aus dem Maßnahmenpaket nur Mittel für Finanzierungen genutzt werden, die bis 31.12.2020 zugesagt werden. Mit der Verlängerung sollen junge Betriebe für weitere sechs Monate Zusagen für Eigenkapital- und eigenkapitalähnliche Finanzierungen aus dem Maßnahmenpaket erhalten können.

Das Maßnahmenpaket umfasst zwei Säulen: 

  • Mit Säule 1 wird auf den bestehenden Kooperationen des Bundes mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) aufgebaut, um privaten Wagniskapitalfonds die Mittel aus dem Maßnahmenpaket zur Beteiligung an Start-ups zur Verfügung zu stellen („Corona Matching Fazilität“). 
  • Säule 2 steht Start-ups und KMU zur Verfügung, die keinen Zugang zu Mitteln über die Fonds bzw. Säule 1 haben: Hier werden die Gelder aus dem Zwei-Milliarden-Euro-Paket über Landesförderinstitute an Unternehmen in Form von Mezzanin- oder Beteiligungsfinanzierungen ausgegeben. Voraussetzung für die Teilnahme an Säule 2 ist ein jährliches Umsatzvolumen von maximal 75 Mio. €. Die Mittelbereitstellung erfolgt über haftungsfreigestellte Globaldarlehen durch die KfW. Der öffentliche Anteil an der jeweiligen Finanzierung beträgt bis 800.000 € je Unternehmen. 

Muster für Corona-dokumentation als kostenloser download

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks stellt eine umfassende Corona-Dokumentation als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Anfertigung einer solchen Dokumentation sei freiwillig, werde aber bei späteren Betriebsprüfungen hilfreich sein. Denn seit Beginn der Corona-Pandemie seien die Betriebe mit zum Teil regional unterschiedlichen Auflagen konfrontiert, „die sich gravierend auf betriebliche Abläufe“ wie auch auf die Erzielung von Einnahmen auswirkten. Solche Auffälligkeiten würden bei Betriebsprüfungen „zwangsläufig“ zu Nachfragen führen. Aufgrund der ständigen Veränderungen sei jedoch fraglich, ob eine Aufklärung noch nach Jahren gelingt.

 

Die Dokumentation schafft daher einen Überblick zu:

  • behördlich angeordneten Kundenbeschränkungen und Schließungen,
  • Auslastung von Geschäftsräumen, 
  • Personallage, zum Beispiel Quarantänezeiten und Kurzarbeit, 
  • Umsatz- und Gewinnfaktoren, zum Beispiel Lieferengpässen und Stornierungen, 
  • außergewöhnlichen Mittelzuflüssen, zum Beispiel Corona-Hilfen und neue Privateinlagen. 

Hier geht's zur Muster-Dokumentation.


checkliste und interaktiver e-Guide zur Umsatzsteuersenkung

Die befristete Mehrwertsteuersenkung ist seit 1.7.2020 in Kraft. Und damit tauchen regelmäßig immer mehr Fragen auf, die vor allem Unternehmer in kleinen Betrieben oder Selbständige vor Probleme stellen. Der DIHK hat eine mehrseitige Checkliste bereitgestellt, die Unternehmern hierzu wichtige Informationen liefert, etwa zum grundlegenden Vorgehen, zum für den Ausweis der Steuer entscheidenden Leistungszeitpunkt oder zur Anpassung notwendiger Verträge. Es wird auch darauf eingegangen, wie man bei falsch ausgestellten Rechnungen vorgehen sollte und in welchen Fällen man von Vereinfachungen Gebrauch machen kann. Die Checkliste finden Sie hier: https://www.ihk-koeln.de/upload/2020_07_03_DIHK_Checkliste_Umsatzsteuer_1__84010.pdf

Darüber hinaus ist ein interaktiver E-Guide veröffentlicht worden. Hilfreich ist die Anwendung vor allem dann, wenn Unternehmer komplexere Rechnungsanforderungen haben, etwa Anzahlungen oder Dauerrechnungen richtig ausstellen müssen. Die Antworten basieren auf dem BMF-Schreiben der Regierung. Zum E-Guide gelangen Sie unter https://vatguide.psp.eu/


Die neue corona Überbrückungshilfe

Am 12.6.2020 hat die Bundesregierung ein Folgeprogramm für die „Corona-Soforthilfe“ beschlossen: Die „Corona-Überbrückungshilfe“. Diese soll Unternehmen, die weiterhin stark von Schließung oder Umsatzeinbußen betroffen sind, bei den Fixkosten für die Monate Juni bis August 2020 durch nicht rückzahlbare Zuschüsse unterstützen. Die Rahmendaten finden sich kurz zusammengefasst unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/ueberbrueckungshilfe-1759738

Wichtig: Es handelt sich um ein digitales, zweistufiges Antragsverfahren durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Zuständig für die Durchführung sind die Länder. Sprechen Sie also bitte mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, da dieser die Angaben bestätigen muss.


Einheitlicher Arbeitsschutz zur Vorbeugung

Nachdem die ersten Lockerungen umgesetzt sind, haben das Bundesarbeitsministerium und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung einheitliche Arbeitsschutzmaßnahmen vorgestellt, die jeder Betrieb beachten muss, wenn er wieder öffnen möchte.

Dazu gehört neben einem Mindestabstand von 1,5 Metern auch während der Arbeit, dass Abläufe so organisiert werden müssen, dass die Mitarbeiter möglichst keinen oder nur geringen Kontakt zueinander haben. Wo das nicht möglich ist, müssen Schutzmasken eingesetzt werden. Außerdem werden höhere Anforderungen an die Hygiene gestellt. Alle vorgegebenen Maßnahmen finden Sie unter https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Schwerpunkte/sars-cov-2-arbeitsschutzstandard.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Unternehmer sollten vor einer Wiedereröffnung ihrer Betriebe alle Schutzmaßnahmen umgesetzt haben, um Probleme wie Bußgelder zu vermeiden.


Neuer Ratgeber des INQA

Die "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA) will mit einer neuen Webseite Unternehmen und deren Mitarbeiter mehr Orientierung in der Krise geben und hat dazu einen neuen Ratgeber entwickelt: "Covid-19: Beschäftigte schützen, Arbeit gut gestalten". Der Ratgeber enthält praxisnahes Wissen z.B. zu "Gute Führung im Home-Office", "Finanzielle Hilfsprogramme", Psychische Gesundheit", Selbständige und Kleinstunternehmer". Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber unter https://inqa.de/DE/wissen/schwerpunkt-covid/uebersicht.html

Fördermittel

Förderung für Unternehmensberatung wird verlängert

Mit Wirkung zum 01. Januar 2021 wurde die Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um zwei Jahre verlängert. Mit der Richtlinienverlängerung wird für Sie die Möglichkeit eingeräumt, einen Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmens-beratung zu erhalten. Unternehmen in Schwierigkeiten (gemäß der Richtliniendefinition) können zwei Zuschüsse beantragen. Diese nicht rückzahlbaren Zuwendungen erhalten Sie unabhängig davon, ob und wie viele Zuschüsse Sie für Beratungen bis zum 31. Dezember beantragt oder erhalten haben. Sie müssen allerdings die De-minimis-Höchstgrenzen beachten. Weitere Infos finden Sie auf der folgender Seite der BAFA: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html;jsessionid=00C585EE08329E4C6ACF283B1DDA2005.1_cid371


Merkblatt Fördermittel

Das Merkblatt Fördermittel wird ständig aktualisiert und finden Sie unter den Checklisten.


Förderprogramm digital jetzt

Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren. Die Details finden Sie hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html


Klimaschutzoffensive für kmu

Unternehmer, die in Klimaschutz investieren, erhalten zeitlich befristet einen Zuschuss der KfW Bank in Höhe von aktuell 6 % des Investitionsvolumens. Der Zuschuss wird zusätzlich zum Förderkredit im Rahmen der Klimaschutz-Offensive für den Mittelstand gezahlt. Die Zinsen für den Kredit beginnen bei 1,03, die Laufzeit beträgt fünf Jahr. Näheres dazu lesen Sie unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Klimaschutzoffensive-f%C3%BCr-den-Mittelstand-(293)/

Digitalisierung

Google-Suche: Ab März 2021 nur noch mobil optimierte Webseiten

Google ändert seine Suchkriterien: Ab März 2021 heißt die Strategie des Suchmaschinenriesen „mobile first“. Das bedeutet: Webseiten, die auf mobilen Endgeräten nicht dargestellt werden können, tauchen in den Suchergebnissen womöglich nicht mehr auf.

Betriebe können auf kostenlosen Plattformen prüfen, ob ihre Website mobil optimiert ist oder nicht - und sollten dann zeitnah reagieren. 

Wer feststellt, dass mobile Darstellungen nicht möglich sind, sollte schnell handeln, rät ein Experte. „Kümmern Sie sich lieber um eine neue Website anstatt eine veraltete zu optimieren.“ Dafür gibt es mehrere Gründe.

 

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e-rechnungen: neue Zugferd-version

ZUGFeRD ist ein branchenübergreifendes Datenformat für den elektronischen Rechnungsdatenaustausch, das vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) erarbeitet wurde.

Seit Juli steht Unternehmern die neue ZUGFeRD-Spezifikation 2.1.1 kostenfrei zur Verfügung. Sie erfüllt die spezifischen Anforderungen der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, da nicht nur die Vorgaben der europäischen Norm EN16931 abgedeckt werden, sondern auch die nationalen Geschäftsregeln und verwaltungsspezifischen Bestimmungen des Standards XRechnung. 

 

Die neue Version kann unter https://www.ferd-net.de/standards/zugferd-2.1.1/zugferd-2.1.1.html?acceptCookie=1 heruntergeladen werden.


E-Rechnungen: unterschiedliche Regelungen in den bundesländern

Seit Mitte April 2020 müssen Bund, Länder, Kommunen und die meisten öffentlichen Betriebe E-Rechnungen akzeptieren. Für den Bund wird die rein elektronische Rechnung sogar Pflicht und voraussichtlich ebenso alle anderen Rechnungsformate. PDFs werden auch zurückgewiesen. Allerdings gibt es  bei den Behörden keinen einheitlichen Standard. Unternehmen, die mit öffentlichen Trägern zusammenarbeiten, müssen sich darüber informieren, wie die Rechnungen zu stellen sind. Der Verband elektronische Rechnung (https://www.verband-e-rechnung.org/) hält Unternehmen über den aktuellen Stand auf dem Laufenden.